Archiv für März 2009|Monatliche Archivseite

Can you hear me, Major Tom? Can you hear me, Major Tom?

TomTom Go 940 LIVEManche Gadgets sind so perfekt, dass man das Gefühl hat, mit ihnen ein Stück Zukunft in der Hand zu haben. Die Navigationsgeräte von TomTom gehören schon lange dazu, doch mit der neuen LIVE-Serie setzen die Holländer noch einen obendrauf. Dank ihrem fest verlöteten SIM-Chip empfangen die LIVE-Geräte hochaktuelle Verkehrsinformationen in Echtzeit (nicht nur die zweifelhaften RDS/TMC-Daten), sie fragen aktuelle Geoinformationen über Google ab, ermitteln das Wetter am Zielort oder finden die günstigste Tankstelle in der Umgebung. Die Routenberechnung und laufende Korrektur wenn neue Verkehrsmeldungen eintreffen ist makellos und die angegebenen Zeitschätzungen sind sehr präzise. Dank dem eingebauten Trägheitssensor navigiert das Spitzenmodell 940 sogar bei kurzen Unterbrechungen des GPS-Empfangs (z.B. im Tunnel) fehlerfrei weiter. Mit meinem TomTom bin ich schon oft auf einer Landstrasse friedlich an kilometerlangen Autobahnstaus vorbeigetuckert. So oft, dass ich überzeugt bin, dass ich sowohl den Kaufpreis des Geräts, als auch die knapp 15 CHF monatlichen Abogebühren innert kürzester Zeit wieder eingespart habe.
Für Spieler ganz lustig: die Sprachsteuerung funktioniert tatsächlich, das Gerät versteht, Ortsnamen, Strassennamen und -nummern völlig problemlos. So fühle ich mich im Cockpit meines ollen 6-Zylinders jetzt fast ein Bisschen wie als Commander auf der Enterprise. Oder wie Major Tom: “Though I’m past one hundred thousand miles/I’m feeling very still/And I think my spaceship knows which way to go”.

Ich kann was, was Bill Gates nicht kann

Für viele überraschend, ist der Leistungsengpass bei moderenen PC-Systemen meist die Harddisk. Ein Rechner mit 8 Prozessorkernen und 16 GB RAM? Das Betriebssystem wird trotzdem langsam laden, Programme werden langsam starten und Installationen dauern ewig. Doch jetzt ist Rettung in Sicht.
“‘Bonsch Bob luägä, uääääää”. Der wie der Vater gadgetverrückte 3-jährige sitzt vor dem Vista Media Center in Familie Stefans Wohnzimmer und hantiert wie wild mit der Maus. Ohgott, ich habe gestern nach einer Softwareaktualisierung das System heruntergefahren. Bis das Ding neu gebootet hat, schreit Sohnemann die ganze Familie in neue Sphären.
Schon in den 90er Jahren wurde Bill Gates nicht müde, die schnellen Startzeiten seiner Betriebssysteme zu loben. Vista könne “wie ein Fernseher” innert weniger Sekunden ein- und ausgeschaltet werden. Dazu blieben mir bis vor kurzem nur die Worte meines Sohnes: “uäääää”. Bis die sogenannten Solid State Disks aufkamen – Harddisks, die die Daten nicht auf Platten, sondern auf Chips speichern, ähnlich wie USB-Drives, nur viel schneller. Der Gottvater aller Solid State Disks, der ioDrive Duo von Fusion-io kommt jetzt auf den Markt. Das käferbestückte Monstrum sieht aus wie Satans Waffeleisen und ist viel zu schnell für die normalen Harddisk-Anschlüsse, weshalb es in einen freien PCI-Express-Sockel (normalerweise für Grafikkarten reserviert) gesteckt werden muss.
ioDrive Duo
Dafür sind seine Performance-Werte atemberaubend: mit 1.5GB Durchsatz/Sekunde bläst dieses Gerät die Datenmenge einer ganzen DVD innert 4 Sekunden in den Hauptspeicher. Konventionelle Harddisks benötigen dafür Minuten. Schon eine “normale” Solid State Disk hat meinem Spielcomputer beim Starten und Programmeladen Beine gemacht, ich kanns kaum erwarten, was der ioDrive Duo damit anstellen wird. Wenn Bill Gates keine schnellen Startzeiten hinkriegt, dann muss man es halt selber machen. Oh, ich muss weg, “Lego bauä, uäääää”.

1-Klick Text-Jamming

EtherpadMeine wenigen Ausflüge in den Übungskeller als Frontmann von The Bölkers gehören zu den Jugenderinnerungen, die ich in langen Nächten wegsaufen möchte. Aus dem Keller hats die Band nie geschafft, und ich habe einen guten Freund verloren – den, der mich damals empfohlen hat. Solange ich nicht singen muss, kann ich aber recht gut mit Texten umgehen, sogar wenn mehrere daran arbeiten. Immer auf der Suche nach neuen Wegen, um in dieser schnellebigen Zeit überhaupt noch etwas aufs “Papier” zu bringen, bin ich vor einigen Wochen auf Etherpad gestossen, dem ultimativen Tool für die gemeinsame Texteingabe. Genau ein Klick und ein persönliches “Etherpad” öffnet sich, Link versenden und los gehts mit Text-Jamming. Sagts nicht weiter, aber wenn es bei uns im Shop ruhig ist, lade ich schon mal ein paar Kumpels auf ein schnelles “Pad” ein. Wenn Ihr also im Elektronikmarkt um die Ecke fröhliche Angestellte seht, liegts vermutlich nicht am guten Lohn. Wer weiss, vielleicht schaffen wirs auf unseren Pads sogar aus dem Übungskeller?

Die ZEN-Uhr

ZEN-UhrEine einfache ZEN-Übung: Gehe während einer Stunde alltäglichen Verrichtungen nach (abwaschen, aufräumen, die Pflanzen giessen) und versuche, dabei nur an das zu denken, was du gerade tust. Wenn du auf diesem Weg lernst, deine Gedanken zu beobachten, wirst du feststellen, dass sie sich immer wieder vom Hier und Jetzt entfernen. Finde Ruhe, indem du lernst, dich auch auf die einfachen Dinge zu konzentrieren und das Wandern deiner Gedanken zu beherrschen. Erinnere dich in unruhigen Momenten an diese Erfahrung. Oder wirf einen Blick auf die Past, Present, Future – Uhr von Daniel Will-Harris. Du bleibst garantiert im Hier und Jetzt.

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